Heute soll es zur Burg Pottenstein gehen. Sie liegt im gleichnamigen Ort und schaut von oben auf den Ort hinab. Wir können die Wanderung zur Burg von unserem Stellplatz aus starten. Unser Womo steht an der im unteren Bild durch einen blauen Punkt gekennzeichneten Position. Ganz unten auf dem Bild befindet sich der Freizeitpark „Erlebnisfelsen Pottenstein“. Den haben wir zu umrunden, um ins Tal zu gelangen. Die Burg Pottenstein ist durch einen roten Punkt gekennzeichnet. Nach unserem Burgbesuch sind wir noch etwas höher gewandert, um von oben auf die Burg herab zu schauen. Im nachfolgenden Bild durch den blauen Pfad rechts von der Burg wiedergegeben.


Ein „Skywalk“ im Freizeitpark, der über das Flusstal herüberragt.


Die große Attraktion ist die Sommer-Bobbahn. 90 Meter Höhenmeter geht es in vielen Kurven hinab ins Tal. Vor Begeisterung laut kreischend rasen Kinder und Jugendliche in einem Affentempo an uns vorbei, während wir bergab wandern. Aber auch Erwachsene lassen sich die Fahrt nicht entgehen.

Auch der unten im Tal befindliche Schöngrundsee wird mittels Tretbooten bespaßt.

Oben auf dem Felsen sieht man die Burg Pottenstein. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1070,

Der Eingang zur Burg. Der untere Teil wird heute noch von den Nachfahren der Burggründer bewohnt.

Der Aufgang zum oberen Burgteil.

Die Treppe ist seitlich an der Burgwand befestigt. Bei jedem Schritt knarrt es und ich denke hoffentlich hält das alles.

Schön die Räumlichkeiten in voller Möblierung zu sehen. Die meisten Burgen und Schlösser, die wir gesehen haben, wiesen ziemlich entleerte Räumlichkeiten auf. Ich könnte mir vorstellen, dass die hier zu sehende Möblierung ein- oder zweihundert Jahre alt ist.



in einem Raum wurde über Schautafeln die Geschichte der Elisabeth von Thüringen präsentiert, welche hier ihr Lebensende verbrachte. Als Tochter eines ungarischen Königs wurden sie bereits mit 4 Jahren einer anderen adeligen Familie versprochen. Mit 16 Jahren fand die Heirat mit ihrem nur vier Jahre älteren Mann statt. Nach dem Tod ihres Mannes musste sie nach Pottenstein flüchten. Dokumente aus dem Mittelalter beschreiben Elisabeth als eine sozial engagierte Persönlichkeit. Mit nur 24 Jahren verstarb sie schon. Es scheint so, dass nur kurze Zeit später eine Art von Vermarktung des Andenkens an Elisabeth entstand, welche in eine Heiligsprechung resultierte.

Da ich sehr an Technik interessiert bin, fand ich dieses Schaustück bemerkenswert. Unten im Bild zu sehen ist ein aus Holz bestehendes Wasserrohr. Dokumente belegen, dass die Bohrung des Loches im Holzstamm durch Ausbrennung mit einem heißen Eisen vorgenommen wurde. Sicherlich wird es zu damaliger Zeit auch schon Metallversionen gegeben haben. Aber das Ausbrennen war vielleicht die preiswertere Variante.

Nach dem Burgbesuch sind wir noch etwas den Berg hochgewandert, um von oben einen Blick auf die Burg herab zu werfen. Eine schöne Landschaft ist das hier.

Burg Pottenstein von oben gesehen. Auf den links oben im Hintergrund zu sehenden Weideflächen konnten wir zeitweilig eine große Schafherde beobachten, welche von zwei Hütehunden in die gewünschte Richtung getrieben wurde.

Die Ziegenherde ist freilaufend hier oben. Eine Vogelschützerin vom Nabu kümmert sich an diesem Ort um den Schutz eines Rabennestes. Die Ziegen folgen ihr scheinbar auf Schritt und Tritt.
Nach unserer Rückkehr wurde am Automaten schnell noch eine weitere Übernachtung gebucht. Fast acht Kilometer waren wir laut Wander-App heute unterwegs.
