In der Nacht schien es geregnet zu haben; ich habe aber nichts davon mitgekriegt. Während des Frühstücks klopfte ein Mann an unsere Scheibe. Er kümmert sich um die Parkplatzaufsicht und fragte uns, ob wir noch länger bleiben wollten. Als ich erklärte, dass wir erst am Nachmittag den Platz verlassen würden, hat er uns gebeten auf den Parkplatz F zu wechseln, denn so wie wir quer parkten waren durch unser Womo 3 Pkw-Plätze belegt. Er zeigte mir dann wo sich dieser Parkplatz F „versteckt“ hatte. Ich habe ihn danach gebeten den Verbesserungsvorschlag zu machen ein Hinweisschild anzubringen, welches aufzeigt wo man sich mit einem Wohnmobil hinstellen soll. Wir hatten den Parkplatz F gestern nicht bemerkt.
Heute steht der Besuch des Luisenburg Felsenlabyrinths auf dem Programm. Wie man im Internet lesen konnte wird von einem Besuch mit Hund dort abgeraten. Für große und mittelgroße Hunde trifft das wirklich zu. Der Grund sind die vielen, steilen Gitterrosttreppen. Wenn man den Hund unter einen Arm klemmen kann und man sich mit der anderen Hand festhalten kann, dann steht einer Hundemitnahme nichts im Wege. Und in der Tat haben wir etliche Hunde dort gesehen. Regina hat zuerst das Labyrinth besucht, während ich mit Alma im Womo geblieben bin. Der Eintritt kostet für einen Erwachsenen 6 € , es gibt aber auch eine Familienkarte. Man braucht fast zwei Stunden, um das Felslabyrinth zu durchwandern. Nach Reginas Rückkehr bin ich gestartet.
Es war hilfreich vor dem Start ein Foto von dem Wegeplan zu machen. Die dort eingetragenen Nummern fanden sich an den verschiedenen Wegstellen wieder; so konnte man gut feststellen wo man gerade war. Der Startpunkt ist unten auf der Übersichtskarte zu sehen. Die Wanderstrecke steigt dann langsam an bis zu einem Rastplatz, der sich oben auf dem Plan befindet. Der Aufstieg zum Rastplatz ist durch in den Felsen gemeißelte blaue Pfeile gekennzeichnet. Der Abstieg auf dem Rückweg weist dagegen rote Pfeile auf. Seitliche Nebenwege sind durch gelbe Pfeile markiert. Blauer Hinweg und roter Rückweg verlaufen auf unterschiedlichen Strecken. Das ist schon deshalb wichtig, da es ja sehr viele enge Tunnel und Kriechpassagen gibt. Da würden sich gegenläufige Besucherströme gegenseitig aufhalten.
Es folgt jetzt eine größere Anzahl an Fotos aus dem Felslabyrinth in der Reihenfolge der Durchwanderung. Da Regina nicht dabei war, habe ich versucht fremde Personen mit auf das Bild zu bekommen, damit man ein Gefühl für die Größenverhältnisse bekommt.


Der erste Tunneldurchgang. Ich habe mir hier das erste Mal den Kopf gestoßen.

Wo nötig wurden Treppen angebracht. Viele doch so steil, daß es vernünftig ist das Geländer anzufassen.

Nun geht es auf der durch rote Pfeile gekennzeichnete Route wieder zurück.
Wie man an der großen Anzahl der Bildern erkennen kann, hat mir der Besuch des Felsenlabyrinths gut gefallen.
Nach meiner Rückkehr am Womo sind wir noch zu einem Hundespaziergang aufgebrochen. Alma soll ja auch zu ihrem Recht kommen. Auch auf anderen zuvor gemachten Wanderungen sind wir an den Wegesrändern auf Steintafeln mit den verschiedensten Inhalten gestoßen. So auch heute auf dem Hundespaziergang.
Was hier mit Beweglichkeit gemeint ist, hat sich mir nicht erschlossen. Der Spruch ist ja mehr als hundert Jahre alt. In der heutigen Zeit fallen mir andere Begriffe ein, die ich der Ruhe in der Natur gegenübersetzen würde. War damit damals von Christian Morgenstern der Übergang von Pferdekutschen auf motorgetriebene Fahrzeuge gemeint, oder was war vor hundert Jahren so beweglich? Der Sinn der Tafel hat sich mir nicht erschlossen.
Andere Texte kommen mir arg betulich vor, so wie der obige.

Aber bei solchen Texten, wie heute auf dem Spaziergang gesehen, krampft sich bei mir alles zusammen, wenn ich die ohne daneben stehende geschichtlich einordnende Erklärungstafel sehe. Die in den beiden Weltkriegen „verheizten“ Soldaten als Helden zu bezeichnen, da kommt mir die Galle hoch. Aber Putin wird dieses Etikett im Ukraine Krieg seinen tot zurück kommenden Soldaten sicherlich auch gerne anhängen.
Für die Nacht ist intensiver Regenfall angekündigt. Morgen können wir uns vorstellen in Richtung Bamberg zu fahren.
