Als nächstes Ziel haben wir das Fichtelgebirge ausgesucht. Sucht man im Internet nach einer besonders attraktiven Wandergegend im Fichtelgebirge dann stößt man schnell auf den Ort Luisenburg-Felsenlabyrinth etwas südlich von Wunsiedel. Dort soll es auch einen Stellplatz geben. Wir ziehen es ja vor Stellplätze auszuwählen von denen man sofort mit einer Wanderung starten kann. Das ist dort gegeben.

Auf der Fahrt dorthin haben wir eine kleine Unterbrechung an der Göltzschtalbrücke eingelegt. Die Brücke findet sich auf obiger Karte an der durch einen roten Punkt gekennzeichneten Position. In Google Maps fand ich den Eintrag „Aussichtspunkt auf Götzschtalbrücke“. Den Eintrag habe ich angeklickt und uns dann dorthin navigieren lassen. Die Navi-App führte uns kurz vor dem Ziel durch Schrebergarten ähnliche Hänge mit einer Wegbreite, die unser Womo so gerade passieren konnte. Entgegenkommen hätte kein Auto dürfen; das hätte langes Rückwärtsfahren bei großer Schräglage nach sich gezogen. Für die letzten hundert Meter hätte man in einen Feldweg einbiegen müssen; das war aber aufgrund eines Einfahrtverbotsschild nicht gestattet. Ich habe das Womo dann auf einem schmalen Grünstreifen geparkt. Wir hatten hundert Meter gerade zurückgelegt da hörte man ein Fahrzeug, welches das Gras am Straßenrand schnitt. Schnell zurück, um unser Womo umzusetzen. Nach kurzem Blick auf die Talbrücke sind wir schnell zum Womo zurück gegangen, denn wir ragten mit einer Womo-Hälfte auch in den Weg hinein.

Die Fahrt runter zu einem Parkplatz im Talgrund war auch nicht viel besser. Ein mülliger Parkplatz für den man sich eine Parking-App runterladen sollte. Die Legitimation für diese auf einem angegammelten Plakat zu lesende Aufforderung war nicht erkennbar.
Wir hatten letztes Jahr ja den Aquädukt „Pont du Gard“ in Frankreich besucht. Der ist aber zweitausend Jahre älter als die Göltzschtalbrücke, welche 1851 eingeweiht wurde. Sie soll die größte Ziegelsteinbrücke der Welt sein und ist 78 Meter hoch. Noch heute passieren Züge die Brücke. Wir haben schnell ein Bild gemacht und sind dann weitergefahren.


Als wir am Zielparkplatz ankamen war dieser ziemlich gefüllt, und wir hatten Mühe einen freien Parkplatz zu finden. Zum Abend hat sich das alles aufgelöst. Wir stehen jetzt mit zwei anderen Wohnmobilen allein auf dem Platz. 5 € kostet das 24 Stunden-Ticket hier. Im Internet fand ich den Hinweis, dass der Parkplatz für Wohnmobile in Frage kommt sofern im daneben liegenden Freiluft-Felsentheater keine Veranstaltung stattfindet.

Auf obiger Karte sieht man im unteren Bereich das Felsenlabyrinth. Es wird eine Eintrittsgebühr für das Durchwandern dieses Gebiets erhoben. Zwischen dem Felsenlabyrinth und dem Parkplatz sieht man den Theaterbereich.

Das Felsentheater bietet fast 2000 Besuchern Platz. Ich hatte vor Reiseantritt schon geprüft, ob uns, was das Parken hier anbetrifft, eine Veranstaltung dazwischen kommen könnte. Das ist aber nicht gegeben.
Erst kam kommenden Sonntag wird hier das Stück „Meister Eder und sein Pumuckel“ aufgeführt. Am nachfolgenden Donnerstag gibt es dann „The Rocky Horror Show“. Welch ein Spektrum! Man muss aber fairer Weise erwähnen, dass auch Stücke wie „Carmen“ hier gespielt werden, oder dass Bonnie Tyler im August singen wird.
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