Während wir gestern auf einem breiten Waldweg entlang der Bode bis zur Jungfrauenbrücke spaziert sind, wollen wir heute  noch weiter in das Bodetal hineinwandern.  Auf der nachfolgenden Karte ist das der untere blaue Streckenverlauf.  Anschließend noch zur Rosstrappe hochzusteigen war zuerst gar nicht geplant.  Wir starteten gegen 9:00 Uhr bei freiem, vollsonnigem Himmel.  Und so sollte es auch den ganzen Tag über bleiben.



Unsere heutige Wanderroute



Bald erreichten wir das Wirtshaus Königsruhe.

 

Das Wirtshaus Königsruhe, an der Jungfernbrücke gelegen, hatte um diese Uhrzeit noch keine Gäste.



Ab dem Wirtshaus hat man nur noch einen schmalen Wandersteig.



Blick auf den Fluss Bode herunter.  Der Wanderpfad liegt hier schon weit oberhalb der Bode.  Das verstärkt sich auch immer mehr je weiter wir kommen.  

 

 

Alles sieht sehr gepflegt aus.   Geländer sichern gefährliche Passagen.  



Wir passieren eine aufragende Felskonfiguration.


Mehrfach ist das Überqueren von Brücken notwendig.  Alles sieht sauber und gut gewartet aus.  Es finden sich in kurzen Abständen Rastbänke, die zum Verweilen einladen.  Zahlreiche Informationstafeln vermitteln Hintergrundinformation zu Landschaft, Flora und Geschichte.

An vielen Aufstiegspassagen wurden Granitstufen in den Weg eingelassen.  Man muss aber trotzdem sehr konzentriert den Boden immer im Blick behalten, um nicht über Steine zu stolpern.  Des öfteren wird man über Schilder auf die Gefahr möglichen Steinschlags hingewiesen.  Das Bewandern des Bode-Tals erfolgt auf eigenes Risiko.

 

Solch einen Felssturz mussten wir auch passieren.  Nach dem Ende von Frostperioden oder Starkregenfällen würden wir das Tal nicht betreten.  Aber der Tag heute war vollsonnig, sodass wir kein erhöhtes Risiko empfanden.



Zwischen dem gegenüber liegenden Gebirgszug fließt ganz tief unter uns die Bode.   Auf dem Foto kann man nicht erkennen wie steil es hier runter geht, und wie tief sich der Fluss in den Granitfelsen eingegraben hat.

 

 

Unter uns nicht erkennbar die Bode-Schlucht.  Auf dem gegenüber liegenden Gebirgskamm befindet sich die im gestrigen Tagesbericht schon erwähnte Rosstrappe.


An dieser Stelle kehrten wir um und erreichten später wieder das Rasthaus Königsruhe.  Dort fiel mir das nachfolgend gezeigte lustige Gedicht vom Wander-Flegel ins Auge.

Das spricht einem voll aus dem Herzen.


Da wir gerade Mittagszeit hatten und der Nachmittag noch vor uns lag, beschlossen wir noch zur Rosstrappe hochzusteigen.  Der Aufstieg beginnt an der durch einen roten Pfeil gekennzeichneten Position.  Der Weg war sehr gut zu gehen.  Trotzdem war aber auch einiges an Höhenmetern zu bewältigen.  Viele eingearbeitete Granitstufen erleichterten den Aufstieg.

 



Auf halber Aufstiegsstrecke passierten wir diese Hinweistafel auf die hier angelegten Mountainbike-Abfahrtsstrecken.  Auf diesen Strecken haben die Räder Vorrang.

Jesko, nicht nur in Hahnenklee kann man solche Touren machen.  Aber Du hast ja Dein Mountainbike jetzt verkauft.



Zwei mal passierten wir die Sessellift-Seilbahn, die zur Rosstrappe hochfährt.

Auch Mountainbiker lassen sich hier samt Fahrrad nach oben zum Startpunkt transportieren.



Oben angekommen ahnt man nur den Bode-Verlauf zwischen der linken „Gebirgsnase“ und den zwei rechten „Gebirgsnasen“.  Die Bode macht dort unten eine Art von S-Kurve.   Wenn man sich den Gebirgsverlauf genauer anschaut, dann kann man den Flussverlauf erkennen.




Die Wege oben auf der Rosstrappe sind sehr gut gesichert.  Alles macht einen perfekten Eindruck.  Dafür zahlen wir gerne unsere Kurtaxe.

 

 

Der Felsabdruck welcher der Rosstrappe den Namen gab.  Für einen Größenvergleich habe ich meinen Rucksack daneben gelegt.  Schön dass die Grafitti-Sprayer noch nicht den Weg nach hier oben gefunden haben.

 

 

Noch ein Blick auf den Verlauf der Bode-Schlucht.  Dort drüben sind wir zuvor gewandert.



Danach begaben wir uns wieder auf den Abstieg.  Um kurz nach 15:00 Uhr waren wir von unserer Wanderung zurück.  14 km waren es insgesamt.  Während die Strecke entlang der Bode nur zum Ende hin bergauf ging, hatten wir zur Rosstrappe hoch doch einiges an Höhenmetern zu bewältigen.  Diese Information findet sich in Wikipedia bezüglich Thale.  Was uns neben dem gesamten sauberen Erscheinungsbild auffiel, waren die „zivilen“ Preise für Getränke und Gerichte in den Restaurants und Wirtshäusern.  Der Wald in der Umgebung von Thale besteht durchgehend aus Laubwald.  Wir hatten in Tv-Dokumentationen Statements gehört, dass nicht nur unser Nadelwaldbestand stark geschädigt ist, was in anderen Teilen des Harzes ja ganz grausig aussieht, sondern auch Eichen und Buchen.  Wenn man hier in Thale sich die Bäume genauer anschaut, dann kann man das bestätigen.  Die Laubbäume sehen zwar alle sehr grün aus.  Bei genauerer Betrachtung bemerkt man aber, dass die Bäume recht „ausgelichtet“ aussehen.  Das ist nicht ein starkes Wachstumsbild beim Laub.