Nachdem wir uns die Karte mit möglichen Zielorten gestern noch mal angeschaut hatten,  wählten wir Quedlinburg als erstes Ziel aus.  Der Ort soll eine schöne Altstadt besitzen.  
Es gab am Morgen noch etliche kleine Dinge zu erledigen, sodass wir erst gegen 11:00 Uhr starteten.

 

Die heutige Fahrstrecke betrug 300 km.

Zu unserer Überraschung ist die Autobahn A7  noch vor Seevetal in Richtung Süden gesperrt.  Nach einer längeren Umleitungsstrecke wurden wir wieder zur A7 zurückgeführt.  Allerdings ist jetzt die bisher in Richtung Norden führende Fahrbahn der A7 aufgeteilt in eine Nord- und eine Süd-Schleichspur.  Dementsprechend langsam kam man voran.  Sehr häufig kam der Verkehr komplett zum Stillstand.  Die bisherige Südtrasse wird momentan durch Bagger in ihre Bestandteile zerlegt.  Erst nach Thieshope gab es wieder eine freie Fahrt.  Wir können uns nicht vorstellen, dass die Südtrasse der A7 noch in diesem Jahr komplett wieder hergestellt wird.  Die Zeitverzögerung durch die Baumaßnahmen war so groß, dass wir vermutlich besser über Lüneburg hätten fahren sollen, um dann bei Soltau wieder auf die A7 aufzufahren.

Kurz hinter Soltau-Süd fiel uns auf, dass auf der benachbarten Nord-Trasse ebenfalls Fahrzeuge in Richtung Süden  fuhren.  Wir fragten uns wie das denn sein könne.  Die Antwort kam schnell.  Die Fahrzeuge, die wir dort gesehen hatten, waren Bergungsfahrzeuge.  Zwei riesige Lkw mit Anhängern waren ineinander geprallt.  Das eine Fahrerhaus sah ziemlich zerschreddert aus und ragte steil in den Himmel  weil sich die Fahrzeugteile übereinander geschoben hatten.  Die durch den Unfall verursachte Vollsperrung zog sich gefühlt fast bis Hannover hin.   Südlich von Hannover bogen wir auf die A2 Richtung Braunschweig ab.  Auch auf der A2 stand auf einer extrem langen Strecke der Gegenverkehr still.   Dagegen war unsere 30 bis 40 Minuten Fahrtverzögerung, aufgrund der A7 Baumaßnahmen, wohl nur eine Kleinigkeit.

Je näher man dem Harz kam, desto entspannter war die Verkehrssituation.  Bei sonnigem Wetter hatten wir eine gute Fernsicht auf den Brocken.  Von dem grausigen Zustand der Nadelbäume dort bemerkte man auf diese weite Entfernung aber nichts mehr.  Zehn Kilometer vor Quedlinburg sahen wir einen Abbiegehinweis zum Ort Thale.  Vor sechs Jahren waren wir schon mal dort, und hatten eine sehr schöne Wanderung durch das Bode-Tal gemacht.  Innerhalb einer Minute kam der spontane Entschluss Thale als nächsten Übernachtungsort auszuwählen.  Inzwischen gibt es direkt am Bode-Taleingang einen großen Wohnmobilstellplatz.  Die Bezahlung konnte per Kreditkarte erfolgen, dann ging die Zugangsschranke hoch.  10,- €  Übernachtungsgebühr ist ok,  Eine Wasserzapfmöglichkeit, Strom oder Toilettenentsorgung gibt es bei solch einem niedrigen Preis natürlich nicht.  Allerdings kam zu den zehn Euro noch 3,- € Kurtaxe pro Petson oben drauf.

 

Unser heutiger Stellplatz

Auf den links zu sehenden Gebirgskamm führt eine Gondelbahn hoch.  Der Ort dort oben trägt den Namen Hexentanzplatz.  Die Spitze des Rechts zu sehenden Höhenzugs nennt sich dagegen Rosstrappe.  Es gibt dort oben im Granit eine Ausformung, die an den Abdruck eines Pferdehufes erinnert.  Dazu erfand man die Sage, dass eine Prinzessin Brunhilde sich durch einen Pferdesprung vom Hextanzplatz rüber zum Rosstrappen-Felszug vor einem Riesen Bodo in Sicherheit bringen konnte.  Beim Aufprall des Pferdehufes auf den Felsen, entstand  dort oben der Hufsbdruck und gab so dem Granitfelsen den Namen „Rosstrappe“.  Zur Rosstrappe führt ein Sessellift hoch.

 

Der Eingang zum Bode-Tal.  Oben sieht man Pfeiler der Gondelseilbahm.

 

Hüpfburg zur Kinder-Belustigung

 

Eine Art Gondel-Achterbahn, welche einen durch zahlreiche Kurven schleudert.

 

Dann ging es in das Bode-Tal hinein und es wurde merklich ruhiger.

Wir sind bis zur unten zu sehenden Jungfernbrücke spaziert.

 

Der Fluss Bode bot Alma reichlich Trinkgelegenheiten.

 

Dort oben befindet sich der sogenannte Hexentanzplatz

Sagen spielten hier in der Vergangenheit wohl immer schon eine große Rolle.  So trägt der Weg an der Jungfernbrücke den Namen „Katersteg“.  Die folgende Sage erklärt die Namensgebung.


An der Jungfernbrücke drehten wir um und gingen zurück zum Womo.