Stevns Klint Wanderung.

Nur 500 m von dem kleinen Ort Rødvig entfernt befindet sich ein Museum, welches sich mit geologischen Hintergründen der hier beginnenden Kalkklippen beschäftigt.  Dort findet sich auch ein sehr großer Parkplatz.  Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Womo hin.

Die Wetter-App gab 50% Regenwahrscheinlichkeit für den Vormittag an.  Am Nachmittag könnte es ein Gewitter geben.  Daher starteten wir die Wanderung gleich mit Regenhosen und Regenjacke ausgestattet.

 

Diese riesige Konstruktion findet sich neben Parkplatz und Museum.
Neugierig haben wir uns das Innere angeschaut und waren erstmal ratlos.  Auf einer außen gefundenen Tafel fanden wir dann die Erklärung.

 

Ziel unserer heutigen Wanderung war die alte Kirche im Dörfchen Højerup.  Ein schmaler Wanderpfad führte oberhalb der Klippen nach Højerup.  Wir hatten zuerst vermutet man könnte zum Teil auch unterhalb der Klippen am Wasser entlang wandern.  Das war aber ein Irrtum.  Zeitweise geht das Meer bis unmittelbar an die Klippen heran, keine Möglichkeit trockenen Fußes zu passieren.  Zum anderen ist der Uferbereich sehr schmal und somit besteht große Gefahr von Klippenabbrüchen getroffen zu werden.

 

Manchmal zeigen sich die Klippen so unregelmäßig geformt.

Der Pfad führte an Weiden und Wildblumenwiesen entlang.  Eine Tafel erklärte, dass der kalkhaltige Boden des Hochufers recht nährstoffarm ist.  Auf solch einem Boden halten sich nur wenige Pflanzenarten, die mit diesen kargen Bedingungen klar kommen.  Somit finden sich dort oben viele seltene Pflanzen; nicht nur Mohnblumen, die wir ja auch von zu Hause kennen.

Der Himmel lockerte immer mehr auf und bald verschwand mein Regenzeug im Rucksack. 

 

Mal ragen die Klippen auch recht steil nach oben, wie hier zu sehen.

 

In den Abbruchflächen der Klippen konnte man überall dunkle Schichtungslinien erkennen.

 

Die Reste der Kirche von Højerup von weitem gesehen. Sie stammt aus dem 13.ten Jahrhundert.

 

 

Schon fast verblichene Kalkmalerei in der Kirche.

 

An der Klippenseite, dort wo 1928 ein Kirchenteil samt Friedhof in die Tiefe stürzte, befindet sich jetzt ein schmaler Balkon von dem aus man die Küste entlang schauen kann.

 

Vor dem Rückweg haben wir neben der Kirche unsere Mittagsrast gemacht.

 

Ein Blick in Richtung Süden während der Wanderung zurück zum Womo.

Auf dem Rückweg wurde es dann wieder zunehmend wolkiger.

 

Es gibt hier ein Museum über die Zeit des kalten Krieges.  Diese Kanone gehört zum Museum.  Man scheint hier in früheren Zeiten militärische Bunker hinter den Klippen in den Boden eingegraben zu haben.

 

Beim Passieren der Hochlandrinder zeigte Alma deutlich Respekt vor den großen Ungetümen.  Gut, dass ein Zaun zwischen uns und den Rindern war.

 

Bei der Rückkehr am Parkplatz kamen wir noch an diesen Schornsteinen vorbei.

 

Kurz vor dem Parkplatz passierten wir eine große Halle, die scheinbar für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann.  Dort konnten wir der Probe einer Theatergruppe zuschauen.

 

Zeitgleich mit unserer Rückkehr zum Womo setzte intensiver Regen ein.  Da hatten wir wirklich Glück mit unserer Wanderung heute.  Vom Parkplatz aus sind wir dann wieder zum letzten Campingplatz zurück gefahren. 

Schade dass Deutschland das EM Fußballspiel gegen Spanien in der Verlängerung verloren hat.